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    Wolf Biermann

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    Conny
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    Wolf Biermann

    Beitrag von Conny am Fr 7 Nov 2014 - 15:28

    Also ich fand die Rede heute von Biermann maßlos überzogen.

    Er suchte sich damals raus im Osten, Deutschlands zu leben.

    Doch da er 1971 aus der BRD in den Osten zog war er ja von Hause aus privilegiert und konnte jedes Jahr mindestens einmal in den Westen reisenund dort Geld verdienen.

    Bedeutete er lebte in dem Osten wie im Schlaraffenland, da er über Devisen verfügte. 
    Denn man muss sich vorstellen, dass ein 100.00 DM- Schein -1000,00 DDR- Mark waren.

    Bei einer Miete von 30,00 DDR Mark. 

    Er war nicht der einzige Künstler im Osten, der mit der Politik gehadert hat. 

    Nur hatten viele nicht das Privileg, in dem Westen arbeiten zu können in den 70er Jahren.

    Deswegen ist ja auch so sauer, weil er ausgebürgert wurde und sein Leben im Schlaraffenland war von heute auf morgen vorbei.
    Denn  dort konnten man kein Geld 1:10 tauschen.
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    maxikatze

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    Re: Wolf Biermann

    Beitrag von maxikatze am Mo 10 Nov 2014 - 11:13

    Conny, so sehe ich das auch. Es war vor seiner Ausbürgerung bekannt, dass er in den Westen reisen durfte, während anderen diese Reisen versagt blieben. Wenn ihm dass DDR-Regime so verhasst war, warum ist er überhaupt erst in die DDR übergesiedelt? Er musste doch wissen, was ihn erwartet.
    Andere wären froh gewesen, wenn sie mit ihm hätten tauschen können. Stattdessen mussten sie wirklich mit Repressalien rechnen, wenn sie es gewagt hätten, einen Ausreiseantrag zu stellen.
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    DieLara

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    Re: Wolf Biermann

    Beitrag von DieLara am Mi 12 Nov 2014 - 23:03

    Hm, irgendwie habe ich Wolf Biermann genau SO in Erinnerung, wie er sich bei der Rede auch gegeben hat: Rebellisch, Provokant, DDR-Regime-Gegner erster Güte.

    Ich weiß zum Beispiel, dass Wolf Biermann im Jahr 1953 (da gab es noch keine Mauer und keine Ein- und Ausreise-Probleme) in die jung gegründete DDR übergesiedelt ist. Da war er noch sehr jung, 16 oder 17 Jahre alt; also Teenager. Dort besuchte er ein Internat. Ich erinnere mich auch daran, dass er bis zum Mauerbau regelmäßig zwischen Ost und West gependelt ist.

    Warum jetzt die Rede von einer Übersiedlung im Jahr 1971 ist, weiß ich nicht. Meines Wissens entspricht das nicht den Tatsachen.

    Biermann war immer kritisch gegen Bevormundung durch einen Staat eingestellt; das konnte man an seinen Liedern und Gedichten immer erkennen. Ich glaube, er war sich anfangs gar nicht richtig bewusst, wie sehr er das DDR-Regime "auf die Palme" gebracht hat.
    Meines Erachtens hat sich das langsam aufgeschaukelt.
    Biermann komponierte, veröffentlichte, sang... und die DDR reagierte mit immer mehr Sanktionen.

    Um so verwunderlicher, dass ihm die DDR trotzdem die Auftritte im Westen genehmigte. Ich weiß, dass er um das Jahr 1966 noch ein sehr erfolgreiches Konzert in West-Berlin gegeben hat. In den Medien war das lange Zeit in den Schlagzeilen und die Kritiken waren durchweg positiv.

    Und was die Ausbürgerung Biermanns angeht, so habe ich in Erinnerung, dass das ein Konzert im Rheinland gewesen ist (1977?). Dort hatte er das DDR-Regime so richtig durch den Kakao gezogen; die Lieder und seine Ansprachen waren für mich ein eindeutiges Signal: Honecker und seine Mannschaft sind bekloppt. ;-)
    Jedenfalls hat Honecker daraufhin verfügt, Biermann nicht mehr einreisen zu lassen... mit dem Erfolg, dass es immer mehr prominente Biermann-Mitstreiter gab, die gegen die DDR und somit gegen Honecker ihre Stimmen erhoben. Das war damals echt eine Welle der Empörung und die Zeitungen berichteten praktisch über jeden Promi, der Biermann in Schutz nahm und Honecker verurteilte.

    Diese Ausbürgerung war in meinen Augen so ein richtiger Schuss ins eigene DDR-Regime-Knie.

    Und ja: Ich habe die Biermann-Rede im Fernsehen gesehen und glaube, er hat einfach die Chance genutzt, die "Linke" als Folge-Partei praktisch für die damaligen Vorkommnisse zur Verantwortung zu ziehen.
    Natürlich ist das Quatsch, denn von den damaligen Politikern war meines Wissens niemand mehr dabei. Wäre auch altersmäßig ein Unding.

    Was mir aber aufgefallen ist: Auch die Nachfolger, eben die "Linke", machen keinen Hehl daraus, dass sie Biermann nicht mögen.
    Und da setzt mein Verständnis irgendwie aus: Warum feindet man jemanden an, der vor langer Zeit einen Unrechtsstaat mit Gedichten und Liedern kritisiert hat?
    Biermann ist doch nur noch ein Schatten seiner selbst (mein Eindruck) und seine Bissigkeit gegen Honecker und Co. von damals...  müsste heutzutage eigentlich der Vergangenheit angehören; genauso wie es diese bescheuerte Mauer dem Himmel sei Dank, nicht mehr gibt.

    Fazit: Wolf Biermann war gewiss kein "braver DDR" Bürger und hat deswegen zahlreiche Repressalien hinnehmen müssen. Allerdings gab es aus meiner Sicht nicht ein einziges Gedicht und kein einziges kritisches Anti-DDR-Lied, wo ich der Meinung gewesen wäre, er hätte zu Unrecht kritisiert.

    PS: Die Inter-Shops, in denen für DM westliche Waren gekauft werden konnten, gab es bei Biermanns Übersiedlung in die DDR noch gar nicht. Warum auch, jeder konnte 1953 von Ost nach West und wieder zurück reisen.
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    maxikatze

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    Re: Wolf Biermann

    Beitrag von maxikatze am Sa 15 Nov 2014 - 13:55

    Lest mal bitte, was "Der Freitag" über Biermann schrieb. Ich sehe mich in meiner Meinung bestätigt:

    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wolf-biermann-ist-ein-wendehals


    Wolf Biermann ist wandlungsfähig und erinnerungsscheu, hatte er sich doch noch am 2. Dezember 1989 in Ostberlin vehement für eine mit der Bundesrepublik friedlich konkurrierende DDR ausgesprochen. Er hatte zu Zeiten, da es gefährlich war, befreiende Spottlieder gegen bornierte Apparatschicks geschrieben. Er war mal für einen freiheitlichen Sozialismus, findet sich nun aber im konservativ-antikommunistischen Milieu wieder.
    Biermann 1989:
    „Ich kann ich das Wort WIEDER nicht ertragen. Ich meine Wiedervereinigung. Aber ich hab hier nichts zu bestimmen, aber ich will deutlich sagen, was ich mir wünsche: dass zwei Deutschländer da sein können, die einen edlen, friedlichen und demokratischen Wettstreit versuchen. Einen Wettstreit, bei dem man den anderen nicht in die Pfanne haut, nicht ihn heruntermacht und ihm miese Motive unterstellt und ihn zum Schwein stempelt, denn wer andere zum Schwein stempelt, will es auch abschlachten. Er hat das Messer schon hinter dem Rücken.“
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    DieLara

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    Re: Wolf Biermann

    Beitrag von DieLara am So 16 Nov 2014 - 1:31

    maxikatze schrieb:Lest mal bitte, was "Der Freitag" über Biermann schrieb. Ich sehe mich in meiner Meinung bestätigt:

    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wolf-biermann-ist-ein-wendehals


    Wolf Biermann ist wandlungsfähig und erinnerungsscheu, hatte er sich doch noch am 2. Dezember 1989 in Ostberlin vehement für eine mit der Bundesrepublik friedlich konkurrierende DDR ausgesprochen. Er hatte zu Zeiten, da es gefährlich war, befreiende Spottlieder gegen bornierte Apparatschicks geschrieben. Er war mal für einen freiheitlichen Sozialismus, findet sich nun aber im konservativ-antikommunistischen Milieu wieder.
    Biermann 1989:
    „Ich kann ich das Wort WIEDER nicht ertragen. Ich meine Wiedervereinigung. Aber ich hab hier nichts zu bestimmen, aber ich will deutlich sagen, was ich mir wünsche: dass zwei Deutschländer da sein können, die einen edlen, friedlichen und demokratischen Wettstreit versuchen. Einen Wettstreit, bei dem man den anderen nicht in die Pfanne haut, nicht ihn heruntermacht und ihm miese Motive unterstellt und ihn zum Schwein stempelt, denn wer andere zum Schwein stempelt, will es auch abschlachten. Er hat das Messer schon hinter dem Rücken.“


    Ja, diese Aussage kenne ich.

    Und interpretiere sie völlig anders als Herr Schorlemmer. Ich habe keine Ahnung, warum er diese Aussage mit "Wendehals" interpretiert.

    Man kann durchaus den Begriff "Wiedervereinigung" anprangern, wenn man davon ausgeht, dass nichts wiedervereint werden kann, was schon immer zusammen gehört hat.
    Aber wenn ein Regime schon eine Mauer gebaut hat, kann diese durch einen demokratischen Wettstreit überwunden werden.

    Man beachte: Ein demokratischer Wettstreit.

    Den aber konnte es nie geben, weil die DDR kein demokratisch geführtes Land gewesen ist. Damit wollte Biermann mal wieder auf das DDR-Regime aufmerksam machen.
    Das spiegelt sich auch in den dann folgenden Sätzen wieder:

    Einen Wettstreit, bei dem man den anderen nicht in die Pfanne haut, nicht ihn heruntermacht und ihm miese Motive unterstellt und ihn zum Schwein stempelt, denn wer andere zum Schwein stempelt, will es auch abschlachten. Er hat das Messer schon hinter dem Rücken.“

    Damit hat Biermann eindeutig die DDR-Führung gemeint; gepaart mit dem versteckten Hinweis auf die Stasi.

    Ich werde mal bei Gelegenheit googlen, ob es noch Medien-Berichte zu dieser Rede im Netz gibt. Westdeutsche Medien-Berichte.

    Ich glaube, Schorlemmer interpretiert falsch. Allerdings irgendwie auch noch verständlich, denn obwohl es eine gemeinsame deutsche Sprache gibt, scheint es bei gewissen Ausführungen zu irrtümlichen Schlussfolgerungen zu kommen.

    Intellektuelle wie Biermann (und nicht nur er)  haben vieles nur "durch die Blume" gesagt. Für mich ein völlig normales Vorgehen; für andere offensichtlich irrational.

    Es dürfte auch noch Generationen dauern, bis sich beide deutschen Sprachen in jeder Beziehung angeglichen haben. Ob Satire oder Blumensprache... da muss sich wohl noch einiges annähern.

    Nur in einem gebe ich Schorlemmer recht: "Drachentöter" war Biermann nicht. Zumindest nicht alleine. Da gab es etliche andere, die zumindest genauso "Drachentöter" waren.




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    *theater
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    Drachetöter

    Beitrag von *theater am So 16 Nov 2014 - 17:23

    Biermann hat sich auf sein Stück bezogen, welches heisst
    Der Dra-Dra. Die große Drachentöterschau in acht Akten mit Musik.

    "Der Drachen ist ein Gleichnis für parasitäre Macht, für Ausbeutung, Willkür und konterrevolutionären Terror".
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    *theater
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    ja, es ist traurig

    Beitrag von *theater am So 16 Nov 2014 - 21:02

    kein Mensch erinnert sich an den Dra Dra. Kein Journalist hat den Bogen gemacht zum Stück, wenn über den "Drachentöter" gefaselt wurde.
    Finde auch über Google den Text nicht, aber kenne noch auswendig, was "Die Gute" sagte:

    Geht's uns nicht gut?
    Uns geht's doch gut.
    Wenn es dir gut geht
    lass es dir gut gehn.
    Die, denen es gut geht,
    das sind die Guten.
    etc.
    etc.
    Naja, man weiss ja, wem es heute gut geht und wer die Guten sind  Shocked
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    Tinkerbellno.one
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    Biermann...- was hat er vollbracht?

    Beitrag von Tinkerbellno.one am Di 18 Nov 2014 - 9:32

    Biermann ist schon 1953 ( 17-jährig)in die DDR übergesiedelt...
    Seine Familie war sehr gut mit Margot Honecker befreundet - daher hat sie auch lange Zeit ihre "schützende" Hand über Biermann gehalten und er hatte ALLE "Vorteile" daraus mitgenommen.


    Um ehrlich zu sein, kannte man Biermann kaum bevor er "ausgebürgert" wurde......natürlich ist es sehr subjektiv, dass ich ihn nur als äußerst unangenehmen Menschen empfinde, der was genau ? in seinem Leben geleistet hat als nur prollige "Meinungsäußerung in Gedichtform" zu bringen - war da auch mal was Produktives bei?
    Ich halte ihn eher für einen spätpubertären Rotzlöffel, der offensichtlich die infantile Neigung hat nur durch schlechtes Benehmen aufzufallen und wahrgenommen zu werden.....und ich finde nur, Toleranz ist KEINE Einbahnstraße !

    Hat jemand eventuell Informationen, ob Biermann - außer für sich selbst - auch schon mal für etwas oder andere gestanden hat, sich eingesetzt und Verantwortung übernommen hat?

    Er war, ist und bleibt ein Egomane, der sich nur für sich selber interessiert und für seinen Vorteil sorgt......nicht mehr und nicht weniger.....
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    maxikatze

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    Re: Wolf Biermann

    Beitrag von maxikatze am Di 18 Nov 2014 - 19:58

    Tinkerbellno.one schrieb:Biermann ist schon 1953 ( 17-jährig)in die DDR übergesiedelt...
    Seine Familie war sehr gut mit Margot Honecker befreundet - daher hat sie auch lange Zeit ihre "schützende" Hand über Biermann gehalten und er hatte ALLE "Vorteile" daraus mitgenommen.


    Um ehrlich zu sein, kannte man Biermann kaum bevor er "ausgebürgert" wurde......natürlich ist es sehr subjektiv, dass ich ihn nur als äußerst unangenehmen Menschen empfinde, der was genau ? in seinem Leben geleistet hat als nur prollige "Meinungsäußerung in Gedichtform" zu bringen - war da auch mal was Produktives bei?
    Ich halte ihn eher für einen spätpubertären Rotzlöffel, der offensichtlich die infantile Neigung hat nur durch schlechtes Benehmen aufzufallen und wahrgenommen zu werden.....und ich finde nur, Toleranz ist KEINE Einbahnstraße !

    Hat jemand eventuell Informationen, ob Biermann - außer für sich selbst - auch schon mal für etwas oder andere gestanden hat, sich eingesetzt und Verantwortung übernommen hat?

    Er war, ist und bleibt ein Egomane, der sich nur für sich selber interessiert und für seinen Vorteil sorgt......nicht mehr und nicht weniger.....


    Genau den Eindruck habe ich von ihm auch - und das schon seit den 70er Jahren.
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    @Maxikatze

    Beitrag von Tinkerbellno.one am Mi 19 Nov 2014 - 7:43

    In dem von dir eingestellten Link findet man dann noch Artikel und Kommentare, die Biermanns "Lebensweg" deutlicher beschreiben.

    Man kann sich das so vorstellen, dass genau wie heutzutage es sogenannte Cliquen gibt - ob Politik oder Promi-Club - die sich auch nur mit sich selbst beschäftigen...wenn dann dort einer über die Stränge schlägt oder meint die "Regeln des Clubs" zu verletzen, wird halt irgendwie kaltgestellt....so der so....das hat aber eben alles nichts mit Menschenrechten, Freiheit und Demokratie zu tun sondern nur mit Profilneurose und Egomanie....ich bin immer wieder am staunen, wie man die Menschen hierzulande und heutzutage manipulieren kann....obwohl es Internet gibt und sich jeder informieren kann.......

    Gerade zur Ukraine-Krise ist es überdeutlich geworden........man schämt sich nur noch, einerseits weil man selber solange einen Dornröschenschlaf geführt hat und andererseits weil man sieht, dass es miollionen weitere Schlafwandler gibt....so auch hier bei Biermann..... Embarassed
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    DieLara

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    Re: Wolf Biermann

    Beitrag von DieLara am Do 20 Nov 2014 - 16:20

    Tja, da scheint es zu Biermann verschiedene Meinungen zu geben, aber das ist ok so.

    Hat jemand eventuell Informationen, ob Biermann - außer für sich selbst - auch schon mal für etwas oder andere gestanden hat, sich eingesetzt und Verantwortung übernommen hat?

    Zumindest hat er in seinen Konzerten kein Blatt vor den Mund genommen und seine Meinung deutlich kund getan.
    Wenn es diesen engen Kontakt zur Familie Honecker gegeben haben sollte, ist die Ausbürgerung um so unverständlicher.
    Biermann wurde von der Stasi überwacht; jedenfalls wurde das in den Medien immer behauptet.

    Und seine Konzerte waren immer ausgebucht. Im Fernsehen war er auch oft zu sehen. Biermann war in Westdeutschland beliebt.

    Er war, ist und bleibt ein Egomane, der sich nur für sich selber interessiert und für seinen Vorteil sorgt......nicht mehr und nicht weniger.....

    Kann ich nicht beurteilen; mit der Persönlichkeit Biermanns habe ich mich nie befasst; habe ihn auch nicht persönlich gekannt.

    Eigentlich wollte ich auch nur richtig stellen, dass er bereits lange vor dem Mauerbau in die DDR übergesiedelt ist; denn das weiß ich von Verwandten. Die sind damals auch noch problemlos von Ost nach West gereist und umgekehrt.

    Der Rest ist inzwischen Vergangenheit. Biermann ist ein alter Mann und kann gut von seinen früheren Erfolgen den Lebensabend bestreiten.
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    Tinkerbellno.one
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    @DieLara

    Beitrag von Tinkerbellno.one am Fr 21 Nov 2014 - 18:17

    Zumindest hat er in seinen Konzerten kein Blatt vor den Mund genommen und seine Meinung deutlich kund getan.

    Na ja, vom "hohen Roß" aus kann man gut nach allen Seiten spucken....
    Wenn es diesen engen Kontakt zur Familie Honecker gegeben haben sollte, ist die Ausbürgerung um so unverständlicher.
    Es ist ein offenes Geheimnis, dass M. Honecker sozusagen die "Ziehmutter" von Biermann war. Er hat ALLE Privilegien nutzen können, die wahrscheinlich in jedem Staat der Welt, Politiker-Kindern gern gewährt wurden...Er musste selber gar nichts tun...es war immer und überall alles da.
    Da ist es natürlich leicht, "Prostler" zu werden......er hat von alledem was er so "protestiert" hat, selber nichts erlebt!

    Leider kenne ich zu wenig seiner "Protestwerke" um nachvollziehen zu können, wie real sie waren...aber er gab ja nicht umsonst Konzerte im Westen, da hat man ja alles abgenommen, Hauptsache, es hieß, die Ostler fressen sogar Kinder auf ( sehr überspitzt formuliert!)
    Biermann wurde von der Stasi überwacht; jedenfalls wurde das in den Medien immer behauptet.
    War bestimmt so - aber wir werden vom BND und der NSA überwacht und einige Promis sicher pausenlos - ist das was anderes oder besser?
    Ist die gleiche Story - nur in einer anderen Farbe Very Happy
    Der Unterschied ist vielleicht, dass die DDR immer sagte, dass sie eine "Diktatur des Proletariats" sind - ganz offiziell - Die BRD und auch Deutschland heute behauptet ja von sich, Freiheit und Demokratie zu leben.....
    Passt das denn dazu? Oder sind das nur Geschichten vom Pferd? Stern
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    Schlaui
    Gast

    Biermann

    Beitrag von Schlaui am So 30 Nov 2014 - 1:42

    Ich finde er hat das richtige gesagt. Vergangenheit? Ja, da muss er misst angeblich gebaut haben. Andere (Linke Politiker) auch. NUR die Linken dürfen was sagen andere nicht. Findet den Fehler  santa
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    Conny
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    Re: Wolf Biermann

    Beitrag von Conny am Do 5 März 2015 - 0:53

    Ach Schlaui, NEE, da liegst du völlig falsch!!

    Zitat aus meiner FB Seite von Menschen die den kannten
    ne stasiakte macht noch keinen dissidenten ... und dann doch immer wieder spannend zu sehn, z.b. zum mauerfalljubiläum, wer alles so der widerstand war ... zynisch denen gegenüber die im knast waren, deren leben für immer in die falsche richtung gedreht wurde ...

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    Re: Wolf Biermann

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