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    Der Fall Jens Söring

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    Ali
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    Der Fall Jens Söring

    Beitrag von Ali am Sa 28 Dez 2013 - 11:50

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    Ali
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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von Ali am Sa 28 Dez 2013 - 12:10

    23. Januar 2011 19:19
    Jens Söring: Lebenslang im Gefängnis "Wut, es ist einfach Wut"

    Jens Söring soll 1985 die Eltern seiner damaligen Freundin getötet haben. Mehr als die Hälfte seines Lebens sitzt er deswegen in den USA im Gefängnis. Ein Gespräch über seine letzte Hoffnung und panische Angst.

    Interview: Karin Steinberger




    Mitten im Nichts steht das Buckingham-Correctional Center, 1038 Insassen, hohe Mauern, Stacheldraht, sehr angsteinflößend. Walkie-Talkies krächzen, Vollzugsbeamte tasten, Gittertüren gehen auf und fallen scheppernd zu. Jens Söring sieht blass aus, zerbrechlich, seine Hand ist trocken, das Gesicht alterslos. Er soll 1985 in Lynchburg die Eltern seiner damaligen Freundin getötet haben. Mehr als die Hälfte seines Lebens sitzt er deswegen im Gefängnis. Er sagt, er war es nicht. Und zählt die Tage.

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/jens-soering-lebenslang-im-gefaengnis-wut-es-ist-einfach-wut-1.1049963
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    Ali
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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von Ali am Sa 28 Dez 2013 - 12:16

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    DieLara

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    Politische Lösung mit amtierenden Republikanern...

    Beitrag von DieLara am Sa 28 Dez 2013 - 13:02

    ... halte ich für ausgeschlossen. Da sie als Wahlsieger hervorgegangen sind, kann man sich lebhaft vorstellen, dass die Wähler voll und ganz hinter ihrer Partei stehen. Der amerikanische Patriotismus ist sehr ausgeprägt, wie man weiß.

    Und dann gefällt mir ein Kommentar unter diesem Video ganz besonders und schließe mich den Ausführungen an:


    LCdrDerrick

     
    Das Problem, das ich zusätzlich sehe, ist der Staus der BRD. Obama hat '09 in Ramstein nochmal darauf hingewiesen, das DTL besetzt sei und bleibe. Wir wissen auch, dass dt. Politiker ausgewechselt werden, so sie Washington-Entscheidungen nicht tragen. Desw. ist die Auslieferung nochmal schwieriger.
    https://www.youtube.com/watch?v=pbijXzXex7s

    Der 2. Weltkrieg ist nicht vergessen... und schon gar nicht(!) bei den Republikanern.

    Meines Erachtens hätte selbst eine Frau Merkel keine Chance; egal, was sie auch versuchen würde.

    Die wirklich einzige reelle Chance sehe ich momentan in einem erneuten politischen Wechsel in Virginia; ein Demokrat als Wahlsieger könnte zum Erfolg eines weiteren Gnadengesuchs führen.

    Und dann wäre da noch die Tochter der Ermordeten. Diese Dame dürfte nach meiner Rechnung inzwischen an die 50 Jahre alt sein und Zeit genug gehabt haben, über die Geschehnisse in jungen Jahren nachzudenken. Wie sie es fast drei Jahrzehnte geschafft hat, mit ihrem Gewissen zu leben, ist mir persönlich ein Rätsel.

    Ich drücke Jens jedenfalls die Daumen, dass ein Wunder geschehen möge und er in Deutschland die Chance auf einen Neuanfang erhält.
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    Ali
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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von Ali am Mo 20 Jan 2014 - 13:24

    Fragen:

    In Deinen letzten beiden Newslettern hast Du Dich verbittert angehört. Das ist ja auch kaum überraschend, nach fast 28 Jahren Haft. Wie wirst Du mit der Wut fertig? Hast Du manchmal Rachegedanken?



    https://www.facebook.com/notes/jens-s%C3%B6ring/flaschenpost-13/744559825572508
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    Ali
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    JENS’ NEWSLETTER NR.: 44 vom 1. Januar 2014:

    Beitrag von Ali am Mo 20 Jan 2014 - 19:51

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    Ali
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    Sunday, 19 January 2014

    Beitrag von Ali am Mo 20 Jan 2014 - 20:03

    Jens Söring:
    Eigentlich bin ich gar kein richtiger Deutscher. Von den 47 Jahren meines Lebens habe ich nur 3½ Jahre in Deutschland verbracht: 1974 bis 1977. Ansonsten lebte ich im Ausland, wuchs in einem deutschen Haushalt auf, besuchte meine Heimat jedoch nur in den Sommerferien. Und seit meiner Verhaftung 1986 habe ich Deutschland überhaupt nicht mehr gesehen.
    Vermutlich vermisse ich mein Land umso mehr, weil ich zeitlich und physisch so unendlich weit davon entfernt bin. In den Vereinigten Staaten habe ich mich immer schon fremd gefühlt, selbst vor meiner Haft; hier gehöre ich definitiv nicht hin. Ich sehne mich danach, endlich irgendwo zuhause zu sein, und dieser Wunsch muss ein konkretes Ziel haben. Das ist Deutschland für mich; der Traum des Dazugehörens, des Angekommenseins, des Willkommens.
    Aber dann macht Ihr Deutschen immer wieder solche Dinge, die ich nur als „total bescheuert“ bezeichnen kann, und ich fühle mich auch Euch gegenüber unglaublich fremd. Ich frage mich, was sind das bloß für Leute? Spinnen die eigentlich alle?

    weiter:

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    Ali
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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von Ali am Mo 20 Jan 2014 - 20:21



    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=575056912568806&set=o.169914233037073&type=1&theater


    Schlimm wäre es allerdings, falls dieser neue Gouverneur McAuliffe Präsidentschaftsambitionen hegt und das Gouverneursamt als politisches Sprungbrett betrachtet. Dann kann er es sich nämlich nicht leisten, Jens freizulassen ... seine Gegner würden ihn dann nämlich beschuldigen, er sei "soft on crime". Und dieser Vorwurf ist so ziemlich das Schlimmste für einen US-Politiker. Hoffen wir also, dass der Mann nicht irgendwann mal ins Weiße Haus will.

    https://www.facebook.com/Soering.Jens
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    maxikatze

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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von maxikatze am Mo 20 Jan 2014 - 23:40

    Danke Ali, für das Einstellen. Ich habe das mit grossem Interesse gelesen und ihn sogleich auf fb aufgesucht und *gefällt mir* angeklickt. 

    http://www.jenssoering.de/blog/view/2510/b97___die_deutsche_neigung_zur_vergotterung_und_verteufelung__nelson_mandela_und_ich__nach_jeweils_27_jahren_haft
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    DieLara

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    Demokraten und Republikaner "bekriegen" sich gegenseitg

    Beitrag von DieLara am Di 21 Jan 2014 - 1:50

    Schlimm wäre es allerdings, falls dieser neue Gouverneur McAuliffe Präsidentschaftsambitionen hegt und das Gouverneursamt als politisches Sprungbrett betrachtet. Dann kann er es sich nämlich nicht leisten, Jens freizulassen ... seine Gegner würden ihn dann nämlich beschuldigen, er sei "soft on crime". Und dieser Vorwurf ist so ziemlich das Schlimmste für einen US-Politiker. Hoffen wir also, dass der Mann nicht irgendwann mal ins Weiße Haus will.

    https://www.facebook.com/Soering.Jens

    Dieses endlose "Bekriegen" beider Seiten führt immer wieder zu Stillstand bei vielen wichtigen Entscheidungen.
    Auch Obama (als Demokrat) kämpft seit seiner 1. Amtszeit gegen den politischen Gegner... Republikaner.

    McAuliffe macht auf mich allerdings nicht den Eindruck, als ob er Präsidentschaftsambitionen hegt und es würde auch noch zu lange dauern, bis er überhaupt eine Chance hätte. Obamas 2. Amtszeit hat erst letztes Jahr begonnen.

    Ich denke, die neue Konstellation ist auf jeden Fall günstiger für Jens.
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    Gonnie Drebbde
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    Der geständige Täter

    Beitrag von Gonnie Drebbde am Di 21 Jan 2014 - 18:25

    Jens Söring wurde als Sohn eines deutschen Diplomaten in Thailand geboren. 1984 begann er, an der Universität von Virginia zu studieren und verliebte sich in die zwei Jahre ältere Studentin Elizabeth Haysom. Am 30. März 1985 wurden deren Eltern, Derek und Nancy Haysom, in ihrem Haus ermordet. Ein Nachbar fand die Eltern Haysom einige Tage später. Nancy Haysom lag in der Küche, ihr Mann Derek zwischen Ess- und Wohnzimmer. Beiden war beinahe der Kopf vom Rumpf getrennt worden. Sie hatten mit ihrem Mörder oder ihren Mördern zuvor offenbar gegessen und getrunken.
    Als die Polizei ihre Ermittlungen auf Söring ausdehnte, flüchtete er im Oktober mit Elizabeth aus den USA. Am 30. April 1986 wurde das Paar in London wegen Scheckbetrugs und Ladendiebstahls verhaftet. Zunächst behaupteten beide, des Mordes schuldig zu sein, später zogen sie ihre Geständnisse zurück.
    Nach der Auslieferung an die USA beschuldigte Elizabeth Haysom in ihrem Prozess 1987 Jens des Mordes und bekannte sich selbst der Anstiftung zum Mord für schuldig; dafür wurde sie in Virginia zu 90 Jahren Haft verurteilt. Jens Söring wurde 1990 nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte unter der Voraussetzung, nicht zum Tode verurteilt zu werden, von Großbritannien an die USA ausgeliefert und dort zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt.
    Vor Gericht sagte Jens Söring aus, er habe seine Freundin, die die Morde verübt habe, mit seinem Geständnis vor der Todesstrafe bewahren wollen, und er sei davon ausgegangen, dass er wie sein Vater diplomatische Immunität genieße und schlimmstenfalls nach einer Auslieferung in Deutschland nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden würde. Für die Staatsanwaltschaft kam nur Söring als Täter in Frage. Seine Freundin Elizabeth Haysom sei allenfalls Anstifterin.
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    Ali
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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von Ali am Di 21 Jan 2014 - 20:06

    DieLara schrieb:
    Schlimm wäre es allerdings, falls dieser neue Gouverneur McAuliffe Präsidentschaftsambitionen hegt und das Gouverneursamt als politisches Sprungbrett betrachtet. Dann kann er es sich nämlich nicht leisten, Jens freizulassen ... seine Gegner würden ihn dann nämlich beschuldigen, er sei "soft on crime". Und dieser Vorwurf ist so ziemlich das Schlimmste für einen US-Politiker. Hoffen wir also, dass der Mann nicht irgendwann mal ins Weiße Haus will.

    https://www.facebook.com/Soering.Jens

    Dieses endlose "Bekriegen" beider Seiten führt immer wieder zu Stillstand bei vielen wichtigen Entscheidungen.
    Auch Obama (als Demokrat) kämpft seit seiner 1. Amtszeit gegen den politischen Gegner... Republikaner.

    McAuliffe macht auf mich allerdings nicht den Eindruck, als ob er Präsidentschaftsambitionen hegt und es würde auch noch zu lange dauern, bis er überhaupt eine Chance hätte. Obamas 2. Amtszeit hat erst letztes Jahr begonnen.

    Ich denke, die neue Konstellation ist auf jeden Fall günstiger für Jens.

    Da hast du wohl Recht, denn zumindest politisch steht es für Jens so günstig wie schon lange nicht mehr. Auch der Generaltstaatsanwalt soll ein Demokrat sein, somit sind alle wichtigen Posten in der Hand der gemäßigteren Demokraten.

    Das ist übrigens McAuliffe:


    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10153430194335150&set=a.10150290949055150.560651.82778945149&type=1&stream_ref=10



    Jens Söring: Soll ich es noch einmal  - die Beweislage im Haysom Doppelmord - durchbeten?
    Bitteschön:


    1.
    Augenzeugen: Keine

    2.
    Fingerabdrücke: Keine von mir. Aber man fand mehrere von Elizabeth Haysom, meiner
    damaligen Freundin.

    3.
    DNA: Keine von mir. Doch man fand 11 Blutspuren von einer Person, die nicht
    identifiziert werden konnte (jedoch definitiv nicht ich war)

    4.
    Haar: Keines von mir. In einem blutverschmierten Waschbecken wurde ein
    menschliches Haar gefunden, was definitiv nicht mir oder den beiden Opfern gehörte,
    sondern von einer unbekannten Person stammte. Mit Elizabeth Haysoms Haar wurde
    dieses Haar seltsamerweise nie abgeglichen.

    5.
    Schuhabdruck LR 2: Laut dem Polizeibericht des Sheriff’s Deputy C. L. Baker gehörte
    der Schuhabdruck „einer Frau oder einem kleinen Mann oder Jungen“.

    http://www.jenssoering.de  Seite 5 von 10

    6.
    Sockenabdruck LR 3: Laut dem Experten Russell Johnson passt der Sockenabdruck der Länge nach nur auf Elizabeth, nicht auf mich. Der führende Ermittler des Sherriff’s Department, Ricky Gardner, gab 2011 in einem Interview mit dem ZDF zu, der Sockenabdruck sei „hogwash“, amerikanisch für Quatsch und Unsinn – also als Beweismittel wertlos.

    (siehe „ TV - Berichte “ auf meiner Webseite)

    7.
    FBI - Täterprofil:  Dieses Täterprofil wurde 1985 angefertigt und bis 2012 vom Sheriff’s
    Department verheimlicht, weil es mich entlastet. Der FBI - Experte stellte fest, dass der
    Doppelmord von einer Frau verübt wurde, die in enger Beziehung zu den Opfern stand.
    Diese Beschreibung passt auf meine damalige Freundin Elizabeth Haysom, die Tochter
    der Opfer. Sie behauptete, sexuell misshandelt worden zu sein.
    Auf mich trifft das FBI - Täterprofil nicht zu: Ich bin ein Mann und hatte die Opfer nur einmal etwa 20 Minuten lang getroffen, rund zwei Monate vor der Tat meiner Freundin.

    .8.
    Geständnis: Ich belog die Polizei, um meine Freundin Elizabeth Haysom vor der
    Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl zu bewahren, in dem fälschlichen Glauben, dass ich
    teilweise diplomatische Immunität besaß. Mein sogenanntes Geständnis enthielt
    mehrere Fehler, die der wahre Mörder nicht gemacht haben würde: Ich beschrieb u. a.
    die Tatwaffe, die Kleidung und die Position der Opfer falsch. Außerdem behauptete ich,
    am Tatort mich selbst an der Hand verletzt und geblutet zu haben. Aber die oben
    erwähnten DNA - Tests widerlegen genau das: Die 11 Blutspuren am Tatort stammen
    definitiv nicht von mir, sondern von einer unbekannten Person. Mein sogenanntes
    Geständnis ist also beweisbar unwahr. Ganz nebenbei: Meine Freundin gestand die Tat
    ebenfalls – am 8. Juni 1986 sagte sie der Polizei:

    „Ich habe es selbst getan, es hat mich sexuell erregt.“
    – zog aber ihr Geständnis sofort zurück.


    Die obige Beweislage wurde von der ehemaligen Stellvertretenden Generalstaatsanwältin Gail
    Starling Marshall und dem ehemaligen Präsidenten der „Virginia Homicide Investigators
    Association“ , David Watson, ausgewertet. Frau Marshall kam zu dem Schluss, dass ich
    unschuldig bin; Herr Watson, dass ich nicht schuldig bin (siehe meine Webseite unter „
    Information - > Parole 2012 “ ).

    Ich habe diese Übersicht der Beweislage im Haysom - Doppelmordfall hier noch einmal aufgeführt, um Euch daran zu erinnern, dass meine Unschuldsbehauptung nicht verrückt ist.

    Jeder vernünftige Mensch kann erkennen, dass mein Fall ein eklatanter Justizirrtum ist.


    http://q.b5z.net/i/u/7000525/f/Newsletter/Jens_Soering_-_NL44.pdf


    @Maxi

    Danke für dein like, der Fall ist erschütternd und geht einem wirklich unter die Haut!
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    DieLara

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    Hey, das klingt aber echt gut!

    Beitrag von DieLara am Mi 22 Jan 2014 - 1:02

    Ali schrieb:Da hast du wohl Recht, denn zumindest politisch steht es für Jens so günstig wie schon lange nicht mehr. Auch der Generaltstaatsanwalt soll ein Demokrat sein, somit sind alle wichtigen Posten in der Hand der gemäßigteren Demokraten.

    Super!!! Besser kann die Situation nicht sein! Jetzt gilt es, diese Beiden davon zu überzeugen, dass eine Auslieferung als humanitärer Akt zwecks endgültiger Entscheidung nach Washington geschickt wird. Da sitzt der Demokrat Obama! Smile 

    Ich beschäftige mich seit Obamas 1. Amtszeit mit amerikanischer Politik und hätte nie gedacht, dass man Obamas angekündigte Reformen (vor allem bezüglich der sozialen Absicherung ALLER Amerikaner) dermaßen blockieren könnte. Die Republikaner tun alles, um Obama in der Öffentlichkeit schlecht dastehen zu lassen. Dabei gehen sie so perfide vor, dass ich unweigerlich an Nazi-Methoden denken muss. Leider.  Sad 

    Ach, ich könnte noch viel mehr darüber schreiben, aber das wäre zu kompliziert. Nur so viel: Solange es keine vernünftige soziale Absicherung gibt, werden weiter Menschen sterben, nur, weil sie sich kein Insulin mehr kaufen können.

    Halten wir die Daumen weiter gedrückt, dass Jens möglichst bald nach Deutschland übersiedeln kann.
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    Ali
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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von Ali am Do 23 Jan 2014 - 11:17

    DieLara schrieb:
    Halten wir die Daumen weiter gedrückt, dass Jens möglichst bald nach Deutschland übersiedeln kann.


    Da müsste auch auf jeden Fall ein bißchen mehr Hilfe seitens unserer eigenen Regierung erfolgen.
    Wahrlich ein Armutszeugnis!



    Vor Obamas Besuch in Berlin: Deutscher Häftling in US-Knast bittet um Hilfe

    Seit mehr als 20 Jahren sitzt Jens Söring in den USA im Gefängnis, verurteilt als Doppelmörder. Der Deutsche beteuert seine Unschuld - und hofft nun auf Hilfe von Angela Merkel und Barack Obama.


    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/jens-soering-bittet-obama-und-merkel-um-hilfe-a-905738.html
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    maxikatze

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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von maxikatze am Do 23 Jan 2014 - 23:03

    Ali schrieb:
    DieLara schrieb:
    Halten wir die Daumen weiter gedrückt, dass Jens möglichst bald nach Deutschland übersiedeln kann.


    Da müsste auch auf jeden Fall ein bißchen mehr Hilfe seitens unserer eigenen Regierung erfolgen.
    Wahrlich ein Armutszeugnis!



    Vor Obamas Besuch in Berlin: Deutscher Häftling in US-Knast bittet um Hilfe

    Seit mehr als 20 Jahren sitzt Jens Söring in den USA im Gefängnis, verurteilt als Doppelmörder. Der Deutsche beteuert seine Unschuld - und hofft nun auf Hilfe von Angela Merkel und Barack Obama.


    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/jens-soering-bittet-obama-und-merkel-um-hilfe-a-905738.html
    Ob das während seines Berlin-Besuchs überhaupt ein Thema war? Ich glaube es kaum.
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    DieLara

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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von DieLara am Fr 24 Jan 2014 - 10:08

    Ali schrieb:Da müsste auch auf jeden Fall ein bißchen mehr Hilfe seitens unserer eigenen Regierung erfolgen.
    Wahrlich ein Armutszeugnis!

    Um das beurteilen zu können, muss man ein bissl weiter ausholen, Ali. Obama ist abhängig vom "Wohlwollen" der Republikaner. Das ist ein "Nehmen" und Geben" zwischen Demokraten und Republikanern.

    Ein Gnadengesuch wird vom zuständigen Gouverneur entweder befürwortet oder nicht. Auf jeden Fall wird das Gesuch nach Washington geschickt. Dort wird entschieden.
    Da Jens bereits mehrere Gesuche gestellt hat und wir wissen, dass diese sämtlich von einem Republikaner nach Washington übersandt wurden, kann man sich lebhaft vorstellen, dass eine Befürwortung nicht erfolgte. Also hat -aus meiner Sicht- Obama keine Chance gesehen, sich gegen die ablehnende Haltung zu stemmen und das Gnadengesuch zu bewilligen. Hätte er das getan, wäre der Aufschrei bei dem politischen Gegner so groß gewesen, dass Obama bei nachfolgenden Verhandlungen in anderen politischen Angelegenheiten wohl enorme Probleme bekommen hätte, diese auch nur ansatzweise durchsetzen zu können.

    So in etwa sehe ich auch Obamas Äußerungen in Ramstein. Er hat der Öffentlichkeit klipp und klar erklärt, dass Deutschland immer noch besetzt sei und... auch besetzt bleiben würde. Das passt allerdings viel eher zu Äußerungen von Republikanern (für die die Nazi-Zeit ein großes Thema immer und überall ist). Ich vermute, dass der Demokrat Obama mit dieser Aussage den Republikanern ein "Zuckerstückchen" hingeworfen hat, so nach dem Motto: So, jetzt hab ich eure Ansichten gestärkt. Beim nächsten Mal erwarte ich eure Zugeständnisse.

    Vorausgesetzt, der neue (demokratische) Gouverneur schickt ein neues Gnadengesuch von Jens mit seiner Befürwortung nach Washington UND... der demokratische Staatsanwalt unterzeichnet ebenfalls, kann Obama den Republikanern die lange Nase zeigen und ihnen klar machen: Zwei Befürwortungen kann und werde ich mich nicht ablehnend gegenüber stellen. Virginia ist ein eigenes Land und dieses Land möchte, dass Jens begnadigt wird.

    Es ist ein Balance-Akt. Obama kann es sich nicht leisten, sich gegen die Republikaner zu stellen. Er kann aber Entscheidungen zu seinen Gunsten begründen und die sind vom Wohlwollen des zuständigen Gouverneurs des jeweiligen Landes abhängig.

    Merkel dürfte Obamas Regierung gut genug kennen, um zu wissen, ob es Sinn macht, das Thema Jens auf den Tisch zu bringen.
    Ich denke, sie wartet noch auf einen günstigeren Zeitpunkt (nächstes Gnadengesuch, dieses Mal von einem Demokraten unterschrieben).

    Ich bleibe dabei: So eine günstige politische Konstellation wie jetzt, hatte Jens noch nie. Das sollten seine Anwälte aber auch wissen.



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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von maxikatze am Fr 24 Jan 2014 - 10:39

    Hat Obama das so gesagt? Oder hat man das so interpretiert? Ich bin mir da nicht sicher.
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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von Ali am Fr 24 Jan 2014 - 10:48

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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von DieLara am Fr 24 Jan 2014 - 11:25

    maxikatze schrieb:Hat Obama das so gesagt? Oder hat man das so interpretiert? Ich bin mir da nicht sicher.

    Er soll das so gesagt haben, ja. Ich schau mal, ob ich die Rede bei youtube wiederfinde.

    Fakt ist, dass er Recht hat. Die vier Siegermächte werden Deutschland auch die nächsten 100 Jahre nicht freigeben, wobei ich die Republikaner auf amerikanischer Seite als Hauptverursacher ansehe. Für sie ist der 2. Weltkrieg immer wieder ein Thema für ihre Wahlstrategie. Ich kenne einige Schulbücher, welche auf ihrem Mist gewachsen sind. Die lesen sich teilweise, als ob alle Deutschen Nazis gewesen seien. Leider ist das Übersetzungsprogramm nie ganz zuverlässig, so dass es manchmal schwierig ist, die richtigen Zusammenhänge zu finden.
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    maxikatze

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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von maxikatze am Fr 24 Jan 2014 - 20:31

    DieLara schrieb:
    maxikatze schrieb:Hat Obama das so gesagt? Oder hat man das so interpretiert? Ich bin mir da nicht sicher.

    Er soll das so gesagt haben, ja. Ich schau mal, ob ich die Rede bei youtube wiederfinde.

    Fakt ist, dass er Recht hat. Die vier Siegermächte werden Deutschland auch die nächsten 100 Jahre nicht freigeben, wobei ich die Republikaner auf amerikanischer Seite als Hauptverursacher ansehe. Für sie ist der 2. Weltkrieg immer wieder ein Thema für ihre Wahlstrategie. Ich kenne einige Schulbücher, welche auf ihrem Mist gewachsen sind. Die lesen sich teilweise, als ob alle Deutschen Nazis gewesen seien. Leider ist das Übersetzungsprogramm nie ganz zuverlässig, so dass es manchmal schwierig ist, die richtigen Zusammenhänge zu finden.
    Einzig die Russen sind nach der Wende aus dem Osten Deutschlands restlos abgezogen.




    http://www.dw.de/der-abzug-der-fr%C3%BCheren-besatzungsm%C3%A4chte/a-6141189

    Von den ehemals 300.000 amerikanischen Soldaten gibt es in Deutschland heute gerade noch 55.000, die Briten sind noch mit rund 20.000 und die Franzosen mit gerade einmal 2.800 Soldaten vertreten.
    Dabei nutzen sie einige der traditionellen Standorte in den ehemaligen Besatzungszonen, die Briten also hauptsächlich in Niedersachsen und Nordrhein Westfalen, die Amerikaner in Bayern und Rheinland Pfalz und die Franzosen in Baden Würtemberg. Vollständig abgezogen wurden die einst 500.000 sowjetischen Soldaten aus Ostdeutschland. Das legte der so genannte 2+4 Vertrag zur Wiedervereinigung fest.
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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von Ali am Mo 7 Apr 2014 - 8:35

    20. März 2014


    Liebe Freundinnen und Freunde,

    bitte verzeiht mir, dass ich mich so lange nicht mehr bei Euch gemeldet habe. Ich hatte

    versucht, Anfang Februar einen neuen Newsletter sowie neue Blog-
    und Flaschenposteinträge zu schreiben, aber alle drei sind mir misslungen. Ihr habt ja an den
    drei Texten vom Januar sehen können, dass ich nach fast 28 Jahren allmählich die
    Hoffnung verliere. Das führt zu Bitterkeit, und diese Bitterkeit konnte man an den drei
    Texten vom Februar deutlich erkennen.Deshalb wurden sie nicht veröffentlicht.


    http://q.b5z.net/i/u/7000525/f/Newsletter/Nachricht_vom_20-03-2014.pdf
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    Re: Der Fall Jens Söring

    Beitrag von Ali am So 15 Jun 2014 - 23:55

    Häftling 179212

    (von Susanne Zolke, Die Welt, 15. Juni 2014, Link)


    Seit Jahrzehnten sitzt Jens Söring in den USA in Haft, weil er einen Doppelmord begangen haben soll. Er beteuert seine Unschuld. Nun sehen seine Unterstützer die Chance einer Begnadigung.


    Laut einem Artikel in SPIEGEL ONLINE vom 06.06.14 planen die USA die Entlassung von Dutzenden Guantanamo-Gefangenen. Auch mit Deutschland wird derzeit über die Aufnahme eines Gefangenen verhandelt. Eine einmalige Chance, um Jens' Freilassung oder Haftüberstellung nach Deutschland in die Verhandlungsmasse mit einzubeziehen. Hoffen wir, dass die zuständigen politischen Stellen in Deutschland diese Chance nicht wieder wie damals 2010 verpennen.

    https://www.facebook.com/Soering.Jens/posts/823062274388929

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    Re: Der Fall Jens Söring

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